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„Fairtrade-Stadt“ Mainburg

 Mainburg bekommt Titel Fairtrade-Stadt verliehen 

 Auszeichnungsfeier am 7. Dezember 

Mainburg bekennt sich zur Philosophie des Fairen Handels und bekommt dafür am kommenden Sonntag um 14 Uhr im Rahmen des Christkindlmarktes auf dem Marktplatz den Titel „Fairtrade-Stadt" von der Siegelorganisation Fair-Trade Deutschland verliehen.

Mehr als 60 Einzelhandelsgeschäfte, Gastronomiebetriebe, Kirchen, Schulen und Vereine in Mainburg unterstützen bereits die Mainburger Initiative. Mit einstimmigem Beschluss tat dies vor mehr als einem Jahr auch der Stadtrat und legte damit den Grundstein für den Titel „Stadt des Fairen Handels". Seitdem gibt es bei Besprechungen, auf Sitzungen und im Büro des Bürgermeisters fairgehandelte Produkte.

Gleichzeitig hat sich in Mainburg eine Fairtrade-Steuerungsgruppe aus Vertretern von Kirchen, sozialen Verbänden, Schulen, Kindertagesstätten und Vereinen gegründet. Diese Steuergruppe sorgte im vergangenem Jahr nicht nur auf zahlreichem Märkten für Informationen innerhalb der Stadt, sondern umwarb Mainburger Geschäfte und Betriebe, den Fairtrade-Gedanken mitzutragen und war auch verantwortlich für die inhaltliche Seite der Bewerbung, sodass Mainburg die Kriterien einer „Fair-Trade-Stadt" nun übererfüllt. „Mehr als 20 Einzelhändler und acht Gastronomiebetriebe in Mainburg haben nun fairgehandelte Produkte wie Kaffee, Tee, Kakao, Textilien, Sportbälle und vieles mehr in ihrem Sortiment. Zahlreiche Vereine, Schulen Kitas und Kirchengemeinden unterstützen uns zudem", so die Sprecherin der Fair-Trade-Steuerungsgruppe Elisabeth Krojer. Besonders in der Steuerungsgruppe ist man stolz, in so kurzer Zeit die Bewerbungskriterien für eine Fairtrade-Stadt erfüllt zu haben. Dabei hat man bei vielen Bürgern und Geschäftsleuten offene Türen eingerannt. Die Mainburger haben schon lange erkannt, dass sie durch den Kauf von fairen Produkten nicht nur einen wichtigen Beitrag für eine gerechtere Welt leisten sondern auch gleichzeitig biologische Erzeugnisse von hoher Qualität erhalten können.

Zahlreiche Bauernfamilien und Arbeiter in den Plantagen in den Entwicklungsländern in Asien, Afrika und Südamerika leben unter dem Druck des Weltmarktes, der schwankenden Preise und des bisweilen ausbeuterischen Handels. Die Folgen reichen von Arbeitslosigkeit über Verschuldung bis zur Verelendung. Die Arbeitsbedingungen sind oftmals katastrophal. Gesundheitsschädliche Stoffe sind vielfach im Einsatz, die Arbeiterinnen und Arbeiter haben keinerlei Rechte und Kinder müssen arbeiten, statt in der Schule lernen zu können.

Fairtrade ist eine Strategie zur Bekämpfung dieser Armut. Durch gerechtere Handelsbeziehungen soll die Situation der benachteiligten Produzentenfamilien in den Entwicklungsländern verbessert, die Binnenwirtschaft gestärkt und langfristig ungerechte Weltwirtschaftsstrukturen abgebaut werden.

Ökonomie, Ökologie und Soziales sind dabei die drei Säulen der Fairtrade-Standards. Sie bilden die Spielregeln des Fairen Handels. Alle Produzenten und Händler müssen sich an die Standards halten - nur dann dürfen ihre Produkte mit dem Fairtrade-Siegel ausgezeichnet werden. Neben stabiler Mindestpreise und Fairtrade-Prämien für die Produzenten garantiert man unter anderem auch soziale Arbeitsbedingungen,  die Förderung von Gemeinschaftsprojekten, den umweltschonenden Anbau und das Verbot von illegaler Kinderarbeit.

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