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Treffsicherer Schütze

Bürgermeister Reiser gratuliert Konrad Bachmaier zum Deutschen Meistertitel

Quelle: Hallertauer Zeitung, Harry Bruckmeier

Konrad Bachmaier macht einen sehr ausgeglichenen Eindruck. In seinem Sport ist das nur von Vorteil. Eine ruhige Hand und natürlich der notwendige Trainingsfleiß machen bekanntlich einen erfolgreichen Schützen. All diese Voraussetzungen bringt der 59-jährige Kleingundertshausener mit, der nun den wohl größten Erfolg in seiner langen Sportlerkarriere feierte: die deutsche Meisterschaft in der Mannschaftswertung im Team des Donaugau Regensburg. Dazu gratulierten jetzt auch Bürgermeister Josef Reiser und Sportreferent Helmut Fichtner.

„Wir sind stolz, einen so erfolgreichen Sportler in unserer Stadt zu haben“, sagte das Stadtoberhaupt bei einem kleinen Empfang dieser Tage im Rathaus. Denn auch wenn Konrad Bachmaier seinen Titel im Team des Donaugau Regensburg holte und in der Leistungsmannschaft von „Immergrün“ Ludmannsdorf die überregionalen Wettkämpfe bestreitet, nennt er die St. Stephan-Schützen Kleingundertshausen nicht ohne Stolz seinen „Heimatverein“.

Auf den Schießständen beim Wirt hat im Jahre 1972 alles begonnen. Der junge Konrad zeigte damals schon großes Talent für den Schießsport, weshalb er sich später den Immergrün-Schützen in Ludmannsdorf anschloss. In deren Leistungskader tritt der Luftgewehrschütze für die zweite Mannschaft an. Auch die Söhne Rainer und Günter haben das Talent geerbt, kommen aber nicht an die Leistungen des Papas heran, wie dieser mit einem leichten Schmunzeln verrät.

Die Krönung seiner sportlichen Laufbahn waren jetzt die nationalen Meisterschaften auf der Olympia-Schießanlage vor Kurzem in München-Hochbrück. Der Zufall wollte es, dass Bachmaier für einen an diesem Tag indisponierten Kollegen aus dem Team des Donaugau Regensburg in das Trio der Spitzenschützen aufrückte. Zusammen mit Franz Heindl aus Regensburg und Werner Gumprecht aus Amberg holte er sich den Meistertitel „im Olympiajahr“, wie es auf der Goldmedaille steht, die er zum Termin mit Bürgermeister Josef Reiser natürlich mitgebracht hatte.

„Und hätte es auch für Rio gereicht?“ Auf die Frage des Bürgermeisters muss Konrad Bachmaier unwillkürlich lachen. „Meine Altersklasse gibt es bei der Olympiade nicht.“ Aber unter den deutschen Spitzenschützen kennt man sich wie in einer Familie. Selbstverständlich hat der Niederbayer das olympische Turnier mit den Erfolgen der deuschen Schützen, allen voran Goldmedaillengewinnerin Barbara Engleder aus Eggenfelden, verfolgt.

377 von maximal 400 möglichen Ringen erzielte Konrad Bachmaier bei seinem Wettkampf, der ihm Ende August den Titel des deutschen Meisters brachte. Er schoss in seiner Viererserie, für die die Starter 50 Minuten Zeit haben, 94, 96, 93 und noch einmal 94 Ringe. Mit seiner Leistung, die Platz 41 in der Einzelwertung bedeutete, ist er mehr als zufrieden. „Da waren auch Bundesliga-Schützen dabei, aber die müssen auch erst einmal treffen.“ Neben den Grundkenntnissen über den Schießsport nennt er „Ruhe und Konzentrationsfähigkeit“ als die wichtigsten Voraussetzungen, die man mitbringen muss, um in dieser Klasse bestehen zu können. „Aber das kann man trainieren“, sagt er.

Die deutsche Meisterschaft ist die Krönung in der langen Laufbahn von Konrad Bachmaier. Ans Aufhören denkt der 59-Jährige aber noch lange nicht, auch wenn die Jugend mächtig Druck macht. Daher hofften Bürgermeister Josef Reiser und Sportreferent Helmut Fichtner, ihm bei nächster Gelegenheit vielleicht wieder gratulieren zu dürfen.

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