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Infrastrukturelle Hausaufgaben gemacht

Bürgermeister blickt zum Jahresabschluss auf viele Themenfelder und Zukunftsvisionen

 

Quelle: Hallertauer Zeitung, Georg Hagl

Seine Zufriedenheit mit dem Erreichten brachte Bürgermeister Josef Reiser auf der traditionellen Jahresabschlusssitzung des Stadtrates in der Stadthalle (wir berichteten) zum Ausdruck. Dabei griff er einige Themen des infrastrukturellen Fortschritts heraus und beleuchtete die zukünftigen Herausforderungen.

So die Besetzung der Stelle eines Stadtentwicklers/Wirtschaftsförderers in Person von Elke Plank zum 1. Juli. Die Vorgespräche wie etwa in der „Arbeitsgemeinschaft Zukunft“ sowie nicht zuletzt der Bürgerantrag der Werbegemeinschaft hätten dabei auch gezeigt, wie vielfältig und schwer umsetzbar dies war, konstatierte das Stadtoberhaupt. Der eingeschlagene Weg, die Stelle zu Jahresbeginn mit Hilfe der IHK Regensburg auszuschreiben, habe sich im Nachhinein als richtig erwiesen.

Elke Plank hat sich in der bisher kurzen Zeit bereits bei vielen Unternehmen und Vereinen vorgestellt. Sie arbeitet unter anderem an der Innenstadtbelebung, an der Verbesserung des öffentlichen Auftritts der Stadt sowie an der Tourismusförderung. „Diese Arbeitsfelder sind auch unser aller Aufgaben. Helfen wir, dass wir gemeinsam diese Herausforderungen bewältigen“, so der Appell Reisers.

Stadtentwicklung hört aber nicht an den Stadtgrenzen auf; daher gibt es die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE). An der „ILE Hallertauer Mitte“ beteiligen sich neben Mainburg die vier Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Mainburg und die Gemeinde Train. Mit diesem Koordinierungsinstrument versucht man unter Ausschöpfung von staatlichen Fördermitteln in interkommunaler Zusammenarbeit Herausforderungen zu bewältigen, die sich in naher Zukunft stellen werden.

In 2016 wurde ein Entwurf des Kernwegenetzes sowie des integrierten ländlichen Entwicklungskonzepts erarbeitet. Reiser: „Es gilt, uns als Region zu verstehen, überregional zu denken und gemeindeübergreifend in die Zukunft zu schauen.“


Zukunftsthema Breitbandausbau


Ein weiteres Zukunftsthema ist der Breitbandausbau, bei dem man einen Schritt weiter vorangekommen ist. Aktuell für die Stadt ist die Verpflichtung der Telekom, verschiedene Orts- und Stadtteile eigenwirtschaftlich mit dem schnellen Internet zu versorgen. Dies wird noch bis in den Herbst kommenden Jahres laufen. Der Breitbandausbau im Stadtgebiet ist abgeschlossen.

„Wir dürfen hier aber nicht Halt machen“, blickte Reiser voraus. Der technische Fortschritt, die zunehmende Digitalisierung sowie die weltweite Vernetzung würden in Zukunft weiter den Breitbandausbau notwendig machen. Dabei hofft man auf weitere Förderprogramme, denn ein Ausbau komplett auf Kosten der Kommune sei schwerlich leistbar.

Investiert hat die Kommune das ganze Jahr über auch in die verkehrliche Infrastruktur. So wurden Straßen saniert und für einzelne Straßenzüge die Planungen vorangetrieben. Auch Geh- und Radwege wurden gebaut. Daneben blickte das Stadtoberhaupt auf die soziale Infrastruktur. Die Bereitstellung eines qualitativ hochwertigen und quantitativ ausreichenden Kinderbetreuungsangebotes ist ein Handlungsschwerpunkt der Stadt. Auch zukünftig wird diese Aufgabe eine große Herausforderung sowohl im finanziellen, als auch im verwaltungsorganisatorischen Bereich darstellen.

„Die Stadt Mainburg kann derzeit die Bedarfe der Eltern abdecken. Aber in die Zukunft gerichtet ist in diesem Bereich Handlungsbedarf festzuhalten“, wusste Reiser. Im zurückliegenden Jahr ging es um eine mögliche Erweiterung des Kindergartens „Abenteuerland“ um zwei weitere Gruppen. Dieses Projekt ist zurückgestellt, bis im Frühjahr die neuen Kindergartenanmeldungen vorliegen. Bei der Renovierung und Neugestaltung des Gebäudes des Frauenvereins Kinderhort beteiligte sich die Stadt mit über einer Million Euro.

Mainburg wächst - und das bedeutet konkret, dass man zum einen vermehrten Zuzug von jungen Bürgerinnen und Bürgern hat, die sich aufgrund der Attraktivität hier in Mainburg niederlassen. Zum anderen sei dies auch eine Herausforderung für die Stadt, derer man sich aber gerne annehme.

Dies gelte auch für die Schulen. Bei der Grundschule Sandelzhausen bestehe baulicher Handlungsbedarf. Die getroffene Entscheidung, für die Schule eine eineinhalbzügige Planung zu berücksichtigen, bezeichnete Reiser anhand der Schülerzahlen als „richtig“. Bei anvisierten Baukosten von derzeit vier Millionen müsse man sich aber auch finanziell strecken und Alternativen, wie etwa einen Neubau, andenken.


Mammutprojekt Hallertauer Mittelschule

 

In Angriff genommen wird nächstes Jahr das Mammutprojekt Hallertauer Mittelschule. Voraussichtlich nach den Osterferien beginnt eine umfassende Generalsanierung über mehrere Jahre hinweg. In diesem Jahr wurden bereits die Schulcontainer der Realschule für die Generalsanierung angekauft. Der Schulverband hat darüber hinaus in diesem Jahr auch die Weichen für die Finanzierung und den Bauvollzug gestellt. Die Gesamtkosten dieses Projekts liegen bei rund 15 Millionen Euro.

Die Staatliche Realschule Mainburg konnte nach der Fertigstellung der Baumaßnahme in den Sommerferien pünktlich zum Schulstart am 15. September in einem Festakt eröffnet werden. Reiser: „Ich danke all denjenigen, die sich bereits seit Jahren für die Realschule eingesetzt haben und weiter einsetzen. Unser Einsatz wird auch notwendig sein, um die - aus unserer Sicht sinnvolle - Dreizügigkeit der Realschule zu erlangen. Denn bereits jetzt zeichnet sich ab, dass sie eine große Nachfrage erfährt.“


Keine unbedachten Investitionen


Eines dürfe man aber bei all den Zukunftsvisionen nicht aus dem Blickfeld lassen: die Finanzierung. „Wir müssen sorgfältig planen, die anstehenden Projekte auf das Notwendige beschränken und solide finanzieren. Alleine die niedrigen Zinsen auf dem Kreditmarkt dürfen uns nicht zu unbedachten Investitionen verleiten lassen.“

Insbesondere die gute allgemeine wirtschaftliche Lage lasse die Baupreise „explodieren“, so dass man gerade bei manch kostenintensiven baulichen Investitionen mit Mehrkosten zu kämpfen haben. Zudem ergäben sich weitere finanztechnische Herausforderungen im Zusammenhang mit dem konsequenten Ausbau der Kinderbetreuung.

Der Dank Reisers richtete sich am Ende an die Mitglieder des Stadtrates, die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und städtischen Einrichtungen sowie an alle, die sich das ganze Jahr über ehrenamtlich für andere eingesetzt haben.

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