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Nobuhisa Matsumaru neuer Bürgermeister der japanischen Partnerstadt Moriya

Nobuhisa Matsumaru neuer Bürgermeister der japanischen Partnerstadt Moriya
Nobuhisa Matsumaru, der neue Bürgermeister von Moriya, hier am Schreibtisch in seinem Büro im Rathaus, hat die Amtsgeschäfte inzwischen aufgenommen. Foto: Louisa Happ

Bisheriger Stadtratsvorsitzender tritt die Nachfolge von Shinichi Aida an

 

Quelle: Hallertauer Zeitung, Harry Bruckmeier

Moriya hat einen neuen Bürgermeister. Nobuhisa Matsumaru heißt der Mann an der Spitze der inzwischen etwas mehr als 66 000 Einwohner zählenden City rund 40 Kilometer nordöstlich von Tokio. Der 62-jährige bisherige Vorsitzende des Stadtrats tritt die Nachfolge von Shinichi Aida an, der die Geschicke der Mainburger Partnerstadt 24 Jahre gelenkt hatte und nun mit 65 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand tritt.

Die Wahl von Nobuhisa Matsumaru war alles andere als überraschend. Der 62-Jährige ging als Favorit ins Rennen, erreichte 52,46 Prozent der abgegebenen Stimmen und konnte sich damit deutlich gegen drei Gegenkandidaten, darunter eine Frau, durchsetzen. Inzwischen hat der Gewählte bereits seine Amtsgeschäfte aufgenommen.

Insgesamt waren 52 425 Bürger zur Wahl ihres Stadtoberhaupts aufgerufen, 26 428 nahmen von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 50,41 Prozent. Bei der vorhergehenden Bürgermeisterwahl im November 2012 waren es 54,32 Prozent. Zum Vergleich: Die Wahlbeteiligung bei der letzten Kommunalwahl im März 2014 in Mainburg lag bei 56,25 Prozent.

Nobuhisa Matsumaru bringt eine Menge Erfahrung in sein neues Amt mit. Seit dem Jahr 2000 gehört der verheiratete Vater einer Tochter und eines Sohnes dem Stadtrat an, dessen Vorsitz er in den vergangenen vier Jahren innehatte. Denn anders als in Bayern hat in Japan nicht der Bürgermeister, sondern ein Mitglied des Kommunalparlaments dessen Vorsitz inne. Im Sinne der Gewaltenteilung ist es nur logisch, dass der Chef der Verwaltung nicht dem Gremium vorsteht, das ihn eigentlich zu beaufsichtigen hat.

Mit dem Wechsel an der Spitze der aufstrebenden Stadt im Dunstkreis der Millionenmetropole Tokio endet eine Ära. Fast zweieinhalb Jahrzehnte war Shinichi Aida Chef der Rathausverwaltung von Moriya. In dieser Zeit nahm die Kommune eine rasante Entwicklung. Dazu nur eine Zahl: Während seiner Amtszeit stieg die Einwohnerzahl von 41 208 auf 66 154 an. Dies ist vor allem der neuen Schnellbahnlinie „Tsukuba Express“ geschuldet, die Moriya seit einigen Jahren mit der nahen Hauptstadt verbindet. Die Fahrzeit beträgt nur gute 20 Minuten, mit dem Auto dauert es - Staus nicht eingerechnet - knapp eine Stunde. Und so haben viele Pendler die Stadt entdeckt und lassen sich hier nieder. Zu den Grundsätzen der Politik Aidas gehörte es aber immer, dass Moriya nichts von seinem Charme einer „grünen“ Stadt auf dem Lande verliert und durch ein zügelloses Wachstum den Charakter einer Kleinstadt einbüßt.

Shinichi Aida hinterlässt also ein imposantes Lebenswerk. Zum Abschied aus seinem Amt dachte er gerne an die vielen Begegnungen mit den Bürgern aus der Partnerstadt zurück. „Ich habe Mainburg lieb gewonnen“, sagte der 65-Jährige einmal in einem Interview mit dem Autor. Eine enge Freundschaft entwickelte sich zwischen dem Rathauschef von Moriya und seinem langjährigen Kollegen Sepp Egger. Aida vergaß es nicht, sich kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Amt in einem Schreiben bei seinem Freund zu bedanken. Beide „Altbürgermeister“ hoffen nun, sich bei Gelegenheit abseits des strengen Protokolls wiederzusehen.

Gehört der scheidende Bürgermeister Shinichi Aida, der Mainburg 1991, damals noch als „normaler“ Stadtrat, besuchte zu den Pionieren der Städtepartnerschaft, kennt auch sein Nachfolger Land und Leute in Niederbayern. „Ich erinnere mich noch gut und gerne an meinen Besuch in Deutschland vor zwei Jahren, als ich zusammen mit meiner Frau, Altbürgermeister Aida und seiner Frau Aiko zur 60-Jahr-Feier der Stadterhebung Mainburgs gefahren bin. Vor allem erinnere ich mich an viel Spaß und gute Laune zusammen mit den Mainburgern“, lässt Matsumaru wissen.

Die engen Beziehungen über den halben Globus hinweg will der neue Bürgermeister dem Vernehmen nach pflegen und weiter ausbauen. „Es ist mir sehr wichtig, dass der lebhafte Austausch zwischen unseren beiden Städten, besonders zwischen unseren Jugendlichen, auch weiterhin so gut läuft wie bisher und sich noch weiter entwickelt und sich die Bande zwischen unseren Bürgern noch weiter vertiefen. Ich freue mich sehr auf eine herzliche und lange Zusammenarbeit.“

Zu den ersten Gratulanten Matsumarus gehörte Josef Reiser, der seinem neuen Amtskollegen einen „guten Start im Amt, Schaffenskraft, Glück und Erfolg“ wünschte. „Es freut uns besonders, Sie als ehemaligen Stadtratsvorsitzenden mit enormem Wissen und großem Erfahrungsreichtum an dieser Stelle zu wissen“, kabelte das Stadtoberhaupt nach Fernost. Und weiter: „Wir freuen uns, mit Ihnen die politischen Weichen für eine weiterhin partnerschaftliche und gedeihliche Zusammenarbeit unserer beiden Städte zu stellen.“

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