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Stadt strebt dreizügige Realschule an

Schreiben von Bürgermeister Josef Reiser an Landrat Martin Neumeyer


Quelle: Hallertauer Zeitung, Harry Bruckmeier

Die Stadt Mainburg strebt bekanntlich die dreizügige Realschule an. Bürgermeister Josef Reiser (SLU) bittet Landrat Martin Neumeyer (CSU) jetzt in einem Schreiben, sich deswegen bei Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) zu verwenden.

Seit Beginn des Schuljahres 2012/13 wird die Realschule an der Ebrantshauser Straße mit zwei Klassen in jedem der bisher fünf Jahrgänge in einem Kooperationsmodell mit der Hallertauer Mittelschule geführt. Im September dieses Jahres begann der Unterricht im neu errichteten Schulhaus. In knapp einem Jahr folgt der letzte Jahrgang, sodass dann rund 360 Schüler erreicht sind.

Doch ist die Schule nicht längst schon zu klein? Das befürchten jedenfalls viele Eltern aus dem südlichen Landkreis und auch der Mainburger Stadtrat, der sich vor nicht allzu langer Zeit geschlossen dafür ausgesprochen hat, den Realschulstandort auszubauen (wir berichteten).

Minister Spaenle ist das Problem nicht unbekannt. Anfang September hatte er bei einer Stippvisite vor Ort versprochen, die Zahlen von den Experten in seinem Haus noch einmal genau prüfen zu lassen. Seither ist freilich nichts geschehen, weshalb Bürgermeister Reiser jetzt noch einmal zur Feder griff. In seinem Schreiben an Neumeyer erinnert der Rathauschef an die Worte des früheren Landrats Hubert Faltermeier (Freie Wähler), die Realschule sei ein „deutliches Signal, dass der Landkreis als Sachaufwandsträger den Bildungsinvestitionen höchste Priorität einräumt“.

Reiser will den Landkreis nun „an diesen Worten messen und darauf hinweisen, dass - wie bereits bekannt - die Realschule Mainburg schon jetzt mehr Schülerinnen und Schüler hätte, die sie aufnehmen kann“. Das Stadtoberhaupt spielt hier auf diejenigen Gemeinden im Umland der Hopfenstadt an, deren Kinder bis dato abgewiesen werden müssen.

Nach dem Dafürhalten des Bürgermeisters erlaubt die verkehrliche Infrastruktur in Mainburg die Dreizügigkeit, und auch die Schülerströme belegten, dass die Kommune über die Stadtgrenzen hinaus als Bildungsstandort eine Vorreiterrolle einnimmt. Aufgrund des in den letzten Jahren ungebrochenen Trends hin zur Schulform Realschule hat sich aus Sicht Reisers „an der Aktualität dieser Argumente nichts geändert, sie wurden allenfalls noch bestärkt“.

Die Befürchtungen, dass Teile von anderen Realschulen rund um Mainburg, darunter auch die neue Schule in Au, wegfallen, hält man im Mainburger Rathaus „nicht für gerechtfertigt“.

Ob Reiser mit seinem Vorstoß bei Landrat Neumeyer offene Türen einrennt, bleibt abzuwarten. Damals noch als Landtagsabgeordneter war es Neumeyer, der Minister Spaenle nach Mainburg gelockt hatte, um ihm das Problem der mutmaßlich schon zu kleinen Schule vor Augen zu führen. Also liegt der Ball bereits seit vielen Wochen beim Kultusministerium. Von dort steht eine Antwort allerdings nach wie vor aus.

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