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„Tag der offenen Tür“ an der Mittelschule

„Tag der offenen Tür“ an der Mittelschule
Vielfältig ist das Angebot für die Schüler aus vielfältigen Kulturen mit vielfältigen Neigungen und Interessen.

Am Samstag von 11 bis 15 Uhr anspruchsvolles Programm für interessierte Besucher


Quelle: Hallertauer Zeitung

Die Hallertauer Haupt-, jetzt Mittelschule, wird in diesem Jahr 40 Jahre alt. Bei der letzten Berufsinfomesse im Jahr 2015 fand der Präsident des Verbandes der Wirtschaft, Alfred Gaffal, folgende Worte: „Diese Schule gehört bayernweit zu einer der innovativsten Mittelschulen, insbesondere im Bereich der Berufsorientierung. Für mich ist die Hallertauer Mittelschule ein leuchtendes Vorbild für andere Schulen in Bayern.“ Die Mittelschule hat dazu noch in den Jahren 2002 und 2009 den renommierten i.s.i.-Preis gewonnen und durfte sich nicht nur im Bereich der Berufsorientierung als innovativste Schule Bayerns bezeichnen.

Beratungsrektor Gerhard Lang kann sehr viel über seine Hallertauer Mittelschule Mainburg berichten: Über viele kleine Klassen mit nur 16, 17 oder 18 Schülern. Über die zwei Sozialpädagoginnen, die sich um die Probleme der Jugendlichen kümmern. Über die zwei Berufseinstiegsbegleiter, die Schüler der Abschlussklassen auch noch im ersten Ausbildungsjahr unterstützen. Über engagierte Lehrer, die ihnen nicht nur Deutsch, Mathe und Englisch beibringen, sondern mit ihnen auch ins Museum oder Theater gehen, Kunstausstellungen organisieren und Naturlehrpfade betreuen. Immerhin sind aktuell etwa 70 Prozent der Eltern nach der Umfrage eines externen Evaluationsteams mit der Schule, den Lehrern und dem Umfeld hoch zufrieden.

„Wir hatten heuer etwas über 80 Anmeldungen“, sagt Konrektorin Martina Fliegel. Das sind etwa 30 Prozent des gesamten Jahrgangs. „Wenn die Kinder in der 5. Klasse zu uns kommen, werden wir sie erst einmal motivieren“, sagt die erfahrene Klassenleiterin Wilma Ertlmeier. Sie bräuchten Erfolgserlebnisse und das Gefühl, dass die Lehrer sie mögen. Dafür tut die Hallertauer Mittelschule sehr viel. In sogenannten Modularisierungsstunden durch die Förderlehrkräfte werden Schüler in kleinen Gruppen vor allem in Deutsch und Mathematik in den 5. und 6. Klassen gesondert und besonders gefördert.

Alle Kinder fänden Bedingungen vor, die es sonst an keiner Schule gebe, sagen Schulleiter Hanns Seidl und die Schulsozialpädagogin Evi Witt-Kruse unisono. So seien die Berufsorientierung und der praktische, lebensnahe Unterricht fest im Lehrplan verwurzelt. Der Weg in den Beruf wird auf vielfältigste Weise begleitet, sodass jeder Entlassschüler nach seinem Abschluss einen Anschluss findet. Einzigartig in weiterführenden Schulen ist auch das oben erwähnte Klassleiterprinzip. Wie in der Grundschule betreut in der Hauptsache ein Lehrer die Klasse, er weiß, mit welchen Schwierigkeiten die Schüler zu kämpfen und wo sie noch Defizite haben.

Außerdem ermöglicht das Klassleiterprinzip eine viel freiere Unterrichtsgestaltung. „Wenn unsere Lehrer merken, dass die Kinder den Dreisatz noch nicht verstanden haben, machen sie einfach mehr Mathe“, sagt Konrektor und Klassenleiter Reinhold Rückerl.

Die Schüler, die die neunte Klasse bestehen, bekommen den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule. „Wer freiwillig die Quali-Prüfung macht, bekommt im Erfolgsfall den qualifizierenden Abschluss, ein auch bei den zwölf Partnerbetrieben der Schule sehr anerkanntes Zertifikat“, weiß Koordinationslehrkraft Gerda Kolmeder zu berichten. Die Schule bietet ab der siebten Klasse auch noch einen kompletten M-Zweig an, der nach der Abschlussprüfung in der 10. zum Mittleren Schulabschluss führt, dem der Realschule gleichwertig. Für diejenigen, die nach neun Schuljahren keine Aussicht auf einen erfolgreichen Abschluss haben, gibt es eine Praxisklasse.

Hier unterrichtet Lehrer Günter Lorenz zusammen mit Sozialpädagogin Katarina Kollmannsberger gemeinsam. Die Prüfungen und Unterrichtsinhalte enthalten weniger Theorie, die Schüler machen mehr Praktika. Die heuer erstmals angebotene Deutschlernklasse ist ein spezielles Angebot für Jugendliche, die gerade erst nach Deutschland gekommen sind und noch Sprachdefizite haben.

Eine Klasse kooperiert mit der Prälat-Michael-Thaller-Schule. Im Kooperationsmodell mit der Realschule erhalten die Schüler schulartübergreifend Unterricht in verschiedenen Sportarten und im musisch-kreativen Bereich. Dazu kommen Deutsch-Förderstunden für Flüchtlinge von der Realschule und ein Quali-Vorbereitungskurs der Mittelschule auch für Realschüler.

Davon profitiert auch das Aushängeschild der Schule, das Musical. Unter der Beteiligung von über 200 Schülern und Lehrern aller Nationen, der Partnerschule in Hemau, der Realschule Mainburg und der Grundschule Sandelzhausen wird im März „Tabaluga“ auf die Bühne gebracht.

Das heißt nicht, dass es an der Mittelschule nicht auch noch einige Baustellen gäbe. Dabei ist nicht einmal die ganz große gemeint, wenn im Frühjahr 2017 die Generalsanierung beginnt. Mehr Ganztag, eine bessere Betreuung von Flüchtlingskindern und Kindern mit Lernschwierigkeiten, Förderung von leistungsstarken Schülern erfordern schlicht mehr Raum und modernere Klassenzimmer.

Rektor Seidl würde sich wünschen, dass viele Eltern am Samstag in der Zeit von 11 bis 15 Uhr den Weg in die Mittelschule finden. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Und natürlich soll das Ganze auch Spaß machen. Deshalb wird der krönende Abschluss eine Talentshow sein, bei der alle mitmachen können. Dabei gibt es auch eine große Tombola mit vielen Preisen der Mainburger Geschäftswelt. Wer mindestens sechs Stationen der Schulhausrallye durchläuft und dabei sechs Stempel sammelt, kann an der Verlosung teilnehmen. Aber Achtung, teilnahmeberechtigt sind nur Schüler, die mit ihrer Familie ein Team bilden. Als Überraschung wartet auf jede Besucherfamilie ein kleines Geschenk.

Es werden auch einige ehemalige Schülerinnen und Schüler da sein, die gerne über ihre Karriere Auskunft geben: Studenten, Hochschulabsolventen, Meister, Betriebsleiter und ein Bürgermeister.

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