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Weiterer Solarpark an der Autobahn

Weiterer Solarpark an der Autobahn
Ein Blick auf die fünf Grundstücke, auf denen die Solarparks entstehen werden.

Stadtrat stimmt Vorentwurf für vier Modulfelder bei Ebrantshausen zu

 

Quelle: Hallertauer Zeitung, Harry Bruckmeier

Entlang der Autobahn wird bei Ebrantshausen ein weiterer Solarpark entstehen. Gegen eine Stimme hat der Stadtrat jetzt dem Vorentwurf der Planung zugestimmt und damit das Genehmigungsverfahren in Gang gesetzt. An unüberwindliche Hürden auf dem nun folgenden Behördenweg glaubt in den Reihen der Ratsmitglieder niemand.

Der Mainburger Stadtrat hat viel Erfahrung mit der Ausweisung von Solarparks. In wohl keiner Kommune des Landkreises wird mehr Strom aus der Sonne produziert wie in der Hopfenstadt, die damit eine vorbildliche Vorreiterrolle in Sachen Energiewende einnimmt. Riesige, unübersehbare Modulflächen finden sich unter anderem bereits an der A?93 bei Empfenbach sowie zwischen dem Weiler Neubauer und der westlichen Stadtgrenze, eine Anlage, die erst in den letzten Wochen aus dem Boden gestampft wurde.

Laut Geschäftsbericht der Stadt aus dem Jahre 2015 (aktuellere Zahlen liegen nicht vor) liegt die Leistung der erneuerbaren Stromerzeugung bei rund 24,7 Megawatt. Das bedeutet, etwa ein Viertel des Stroms im Stadtgebiet wird durch alternative Energieträger erzeugt. Und da es kein Windrad gibt, dürfte diese Menge fast ausschließlich aus der Photovoltaik stammen. Mit ihrem Anteil an erneuerbarer Energie am gesamten Strombedarf liegt die Hopfenstadt allerdings noch deutlich unter dem Durchschnittswert aller Kommunen im Landkreis, der momentan 39 Prozent erreicht hat.

Es gibt aber durchaus Skeptiker und Gegner von sogenannten Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Zu ihnen gehört der Stadtrat Helmut Fichtner (Freie Wähler), der seine Meinung zu diesem Thema schon des Öfteren geäußert hat. Seiner Meinung nach darf kein Ackerland für die Produktion von Solarstrom verlorengehen. Daher war es für ihn auch nur konsequent, gegen die vorgelegte Planung zu stimmen.

Das Vorhaben im Einzelnen stellte der vom Investor beauftragte Landschaftsarchitekt Simon Wankner aus Eching jetzt im Stadtrat vor. Die insgesamt fünf Grundstücke mit einem Gesamtumgriff von insgesamt 12,2 Hektar liegen einige hundert Meter westlich der Ortschaft Ebrantshausen beidseits der Autobahn. Es handelt sich um fünf Einzelflächen in einer Größenordnung zwischen 1,3 bis zu 3,4 Hektar. Darauf finden die Modulfelder mit Größen zwischen einem und 2,4 Hektar Platz. Insgesamt werden die Paneelen auf 8,5 Hektar platziert.

„Ich habe selten einen so harmlosen Standort überplant“, so der Eindruck des in solchen Planungen erfahrenen Experten Simon Wankner bei der Vorstellung des Projekts im Stadtrat. Mit dieser Bemerkung zielte er insbesondere auf die naturschutzrechtlichen Belange ab, die nach seinem Dafürhalten im weiteren Verfahren kaum eine Hürde darstellen sollten. Denn es handelt sich um landwirtschaftlich genutzte Flächen, die naturschutzfachlich erfahrungsgemäß nicht von sehr hohem Wert sind. Eine erste Bestandsaufnahme habe keine besonders schützenswerten Tier- oder Pflanzenarten zutage gefördert. Und auch für die Landwirtschaft sei eine Bewirtschaftung aufgrund der Immissionen von der benachbarten Autobahn mehr oder weniger uninteressant.

Der neue Solarpark wird laut Wankner keine Auswirkungen auf den Abfluss des Regenwassers haben, vor allem deswegen, weil die Module auf einfachen Erdspitzen befestigt werden und der Boden damit nicht versiegelt wird. Für das Dorf und die Autobahn wichtig sei auch, dass keine Blendwirkung von den Modulflächen zu erwarten sein dürfte. Ein entsprechendes Gutachten hält der Planer für „wahrscheinlich gar nicht notwendig“. Und schließlich versprach der Landschaftsarchitekt eine „vernünftige Eingrünung“ der Flächen.

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