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Lustig und erfolgreich

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Museumsmitarbeiterin Christin Grundmann-Fritz (links) und Museumsleiterin Renate Buchberger vor dem Ausstellungsplakat. Fotos: Erdenreich

Ausstellung über Sexfilmer Alois Brummer ein Publikumsmagnet

 

Quelle: Hallertauer Zeitung, Claudia Erdenreich

Am Ende brannte das Etablissement ab. Ein durchaus würdiger Abschluss für die erfolgreiche Ausstellung über den Mainburger Sexfilmer Alois Brummer im Stadtmuseum. Seine Filme lockten über 1 000 Besucher an, allein 50 kamen am letzten Tag und machten es sich in den alten Kinosesseln gemütlich.

Natürlich gab es keinen echten Brand. Gezeigt wurde „Wenn Mädchen mündig werden“ von 1973 mit dem Untertitel „Geilermanns Töchter“ – sogar Konstantin Wecker war unter den Darstellern. Regie, Produktion und Buch wie immer von Alois Brummer. Und da brannte nach eher dürftiger, aber sehr amüsanter Handlung zum Schluss das Kleinstadt-Freundenhaus ab. „Sex zum totlachen – Erotik zum Anregen!“ titelten schon damals Zeitschriften.

Der Hopfenbauernsohn Alois Brummer aus Oberwangenbach wäre im letzten Jahr 90 geworden, und das Stadtmuseum konzipierte eine Ausstellung über ihn, sein Leben und seine Filme. „Es war anders“, beschrieb Museumsleiterin Renate Buchberger die Ausstellung, die von Anfang an ein Besuchermagnet war. „A bißl gschamt habn wir uns schon“ fand überregionale Aufmerksamkeit. Fernsehen, Radio und Zeitungen berichteteten, viele Gäste kamen von weiter her.

Stadt und Bürgermeister unterstützten das ungewöhnliche, leicht gewagte Projekt sofort und Kuratorin Brigitte Huber konzipierte eine stimmige Ausstellung mit einem echten kleinen Kinosaal im Museum. Bernd Friebe stellte alte Kinostühle zur Verfügung, die für die nötige Atmosphäre sorgten. Zwölf verschiedene Filme wurden gezeigt, alle so albern wie frivol, aber heute gänzlich harmlos.

Damit war sonntags immer „volles Haus“ im Museum, viele ältere Ehepaare kamen sogar mehrmals und amüsierten sich prächtig. Sehr fern und wenig verständlich ist heute die Aufregung, die durch die Filme ausgelöst wurde. Geistreich waren die Filmchen nie, aber heute liefern sie eine nette Zeitreise. Kleidung und Frisuren der Darsteller, Einrichtung und Autos sorgten stets für zusätzliche Heiterkeit im Publikum.

Museumsleiterin Renate Buchberger hat bereits Pläne für die Zukunft: „Wir werden mit den Stadtgeschichten weiter machen“, verrät sie. Im nächsten Jahr feiert der Laienspielkreis 50-jähriges Bestehen, auch dazu wird es eine Ausstellung mit Zusatzprogramm geben.

Weitere Besuche im Museum lohnen sich also, aber Alois Brummer und seine Werke bleiben unübertroffen. Er wird manchen sogar ein wenig fehlen.

 

Lustig und erfolgreich


Stilecht wurde das Mainburger Stadtmuseum anlässlich der Sonderausstellung zum sehr speziellen Filmemacher Alois Brummer eingerichtet.

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